On Jack’s Road

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Gerade bekommt Jack Kerouac’s Werk besonders viel Medienbeachtung. Das liegt sehr wahrscheinlich an dem bald erscheinenden Film von Walter Salles. Er hat das Buch “On The Road”, oder auf deutsch “Unterwegs”, verfilmt. Jenes Buch welches, in unzählbarer Anzahl, Menschen weltweit zum träumen bringt. Träume von Roadtrips durch Amerika, guter Musik und Poesie. Ich gehöre genau zu dieser Masse von Träumern. Das Buch habe ich verschlungen. Es hat diese eigene Dynamik. Jack Kerouac hat das Buch, laut Legende, in ein paar Tagen und Nächten auf einer Papierrolle getippt. Die endlose Rolle die beschrieben werden muss. Genauso fühlen sich die Sätze im Buch an. Es beschreibt nicht nur die Erlebnisse Jack Kerouacs quer durch Amerika, es liest sich wie ein Roadtrip. Ich bin gespannt wie dieses Gefühl in dem Film umgesetzt wird. Oder es zu mindestens versucht wird.

Auf ARTE lief gestern ein zweiteiliger Dokumentarfilm über vier Künstler die sich auf einen Roadtrip durch Amerika zusammen finden. Phil Hodges aus Los Angeles macht irgendwas mit Medien. Anna F. ist angeblich ein riesen Newcomer aus Österreich. Marlen Müller ist Fotografin aus Berlin. Francois Lang entwickelt Spiele. Schnell kamen die Vorurteile einem in den Sinn. Vier Rich-Kid-Hipsters die ihre iPads durch Amerika spazieren fahren um sich in dem Freiheitsgefühl von Jack Kerouac zu suhlen. Doch die Dokumentation machte das was ich nicht erwartet hätte. Es befeuerte meinen Wunsch ihnen es gleich zu tun. Und so lag ich mit offenen Augen im Bett und träumte von einem Roadtrip. Inspiration und Verlangen nach ein paar Wochen Freiheit, Kunst und Poesie. Die Vier gingen auf die Suche nach Jack Kerouac, doch am Ende des zweiten Teils ging es nicht mehr um das Werk von Kerouacs. Es ging um die vier Menschen selber. Und so platt diese Erkenntnis klingt, es funktioniert.

Mehr Infos gibt es hier und auf dem Blog der Dokumentation.

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