20 Jahre zapatistischer Aufstand

cc-by-sa Jose Villa

"Are you going to win?" the journalist asked the rebel.

"We don't deserve to lose," the rebel answered.

Nun ist der zapatistische Aufstand in Mexiko schon über 20 Jahre her.

Die EZLN wurde erstmals am 1. Januar 1994 der breiten Öffentlichkeit bekannt, dem Tag des Inkrafttretens des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA. Maskierte Kämpfer besetzten gleichzeitig fünf Bezirkshauptstädte im Osten von Chiapas, erklärten der mexikanischen Regierung den Krieg und ihren Willen, bis nach Mexiko-Stadt zu marschieren um dort die Regierung zu stürzen. Allerdings verfehlten sie das Ziel, eine landesweite Revolution loszutreten. Nach einigen Tagen des Kampfes zogen sich die Zapatisten aus den Städten in die schwer zugänglichen Dschungeltäler zurück, in denen die sie unterstützende indigene Bevölkerung lebt.
Subcomandante Marcos (links) mit Comandante Tacho in Chiapas (1999)

Nach 12 Tagen bewaffneter Kämpfe im Januar 1994 wurde auf Druck der Zivilgesellschaft in den mexikanischen Großstädten ein Waffenstillstand erreicht. Unter Vermittlung des katholischen Bischofs Samuel Ruiz kam es zu Verhandlungen, die zwei Jahre später zur Unterzeichnung der Verträge von San Andrés führten, die die Aufnahme von Autonomierechten für die indigene Bevölkerung in die mexikanische Verfassung vorsahen. Allerdings wurden diese Verträge trotz einer massiven Kampagne seitens der zapatistischen Rebellen und Teilen der internationalen Zivilgesellschaft nie in die Verfassung aufgenommen. Daher setzte die EZLN im Osten von Chiapas eine De-facto-Autonomie um.
Wikipedia

Vice hat dazu eine kurze Dokumentation veröffentlicht. Und mal ehrlich... wie super ist das Foto vom Subcomandante?