Die letzten Monate in Bildern

eisbach surfen Es war mal wieder Zeit eine Rolle Film zu entwickeln. Ein wenig München und ein wenig Rügen.

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Shoegaze Freitag: Ozean

Ozean

Dank dem Hype tauchen auf einmal alte Bands auf die man selbst damals kaum kannte. Shoegaze scheint überhaupt nicht zu altern und so sind es kleine, feine Fundstücke, Schätze und Entdeckungen.

Einer dieser Bands ist Ozean aus Los Angeles. Widerentdeckt, remastert und hochgeladen auf Bandcamp. Wunderschön.

Previously unknown dream pop band from USA. The demo tape was recorded in 1992 but revealed from the ocean of obscurity only less than a week ago by ex-band member Eric Shea. "UPDATE" "We just got our 1992 recordings mastered by Tim Green of Louder Studios. They're now available for download and all proceeds from will go toward funding a 2017 vinyl release: https://ozean.bandcamp.com/album/ozean " Thanks! - Eric Shea

Audio überall. Mopidy und Snapcast

source:

Musik hören geht alle Zeiten wieder durch mehrere Iterationen. Von wild, ungetaggten, Files die ich bin XMMS abspielte, über die ersten Versuche mit einer Verwaltung unter Amarok und eine sehr düstere Zeit mit, dem vom Herzen tiefst gehassten, iTunes. Das erste Licht am Ende des Tunnels sah ich mit MPD und dem Feature von ncmpcpp Tags und Files umzubenennen und richtig zu taggen. Später dann mit Picard vom MusicBrainz Projekt. Dann kam ich schnell auf ein Kommandozeilen-Tool was dies auch ganz wunderbar kann: beets. Ab da wollte ich mir nicht mehr von anderen Programmen in meine Files schreiben lassen und erst recht nicht sortieren. Nun gibt es Clouds oder ähnliche Marketingkonstrukte und man installiert sich Software auf dem Heimserver wie Plex oder seine Open-Source-Alternative Emby. Mit diesen Diensten kann man seine Mediensammlung theoretisch über das Internet konsumieren. Klappt in den besten Fällen ziemlich gut. Gerade die UI von Emby kommt mir ziemlich behäbig vor (kann natürlich auch an meinem Server liegen). Ich erinnerte mich an meine unbeschwerte Zeit mit MPD. Alles flutschte und funktionierte mit den verschiedensten Clients. Nun gibt es ein kleines Projekt mit dem Namen Mopidy. Ein in Python geschriebener Audio Server der so tut als ob er MPD ist aber noch viel mehr zu bieten hat. Es gibt Plugins um auf die verschiedensten Bibliotheken zuzugreifen. Unter anderem Spotify, Youtube, Google Music, usw. Also habe ich mich mal ran gesetzt und ein Emby Plugin geschrieben. Nun kann ich das langsame UI umgehen und viele weitere Möglichkeiten machen sich auf.

Ich lasse Mopidy und Snapcast in einem Docker Container laufen. Snapcast bietet Multi-Room Streaming. Mehrere Devices die über das Netz ihren Output synchronisieren und das bei mir sogar über ein VPN hinweg. So kann ich Raspberry Pi's über all im Haus verteilen. Diese starten dann den snapclient nach dem booten und die Musik spielt ab.

Mopidy muss dazu den Output in ein FIFO-File schreiben. Dazu muss in der Config folgendes stehen:

[audio]
output = audioresample ! audioconvert ! audio/x-raw,rate=48000,channels=2,format=S16LE ! wavenc ! filesink location=/tmp/snapfifo

Den Server startet man mit den Defaults mit einem einfachen snapserver. Der Client sollte den Server über Avahi finden. Da ich den Port an meinem Container nicht freigegeben habe mache ich das manuell mit snapclient -h 192.168.1.77. Mein Docker Setup findet man hier.

So Long Leonard

Wenn ich Nachts, zu früh, aufwache mache ich oft Deutschlandfunk an und hoffe, dass die Monotonität der Sprache mich zurück in die Träume leitet. Schon zum zweiten mal diese Woche wache ich durch Schlagworte in den Nachrichten auf, fange im Halbschlaf nur ein paar Verben zu den Schlagworten auf, mein Gehirn macht Annahmen und verbindet alles zu einem Brei, der sich wie ein Albtraum anfühlt. Vor allem wenn sich alles als wahr herausstellt. Am Mittwoch Morgen war es Donald Trump und heute Morgen war es der Name Leonard Cohen der mich, im Bett, aufschnellen ließ.

Es ist über 10 Jahre her, als mein guter Freund Manuel mir immer wieder neue Musik zukommen ließ. All das was er als wichtig empfand, Sachen die ich kennen sollte und ohne die man höchstwahrscheinlich nicht leben könne oder ohne die man, nachdem man sie gehört hatte, nicht mehr leben konnte. Durch diese immer wachsende Sammlung fing diese sehr interessante Reise erst an. Über die frühe Folk Musik bis hin zu New Wave aus den 80er Jahren. Nun hatte ich zwei Alben von Leonard Cohen. Diese hörte ich abwechselnd mit den Alben von Bob Dylan auf meinen täglichen Touren, die ich wegen meines Zivildienstes zurück legen musste. Die Trostlosigkeit bekommt seine neue Bedeutung wenn Leonard Cohen einem vom Chelsea Hotel vorsingt.

Es war in Israel als ich mit meinen Freunden durch die Wüste fuhr, immer wieder anhielten, uns über Musik unterhielten. Vielleicht mit die schönste Zeit meines Lebens. Eine Freundin erzählt mir von dem Leonard Cohen Konzert, das sie vor kurzem besucht hatte, wie bewegt sie war. Dieser alte Mann wie er auf dem Boden kniet, halb zerbrochen und demütig. In einem Buchladen am See Genezareth kaufte ich seinen neusten Gedicht Band. Gedichte die er in der Zeit im Zen-Kloster geschrieben hat. Er war das Thema als wir in einem Büchercafe in Jerusalem halt machten. Als uns mein Vater vom Flughafen in Deutschland abholte, hörten wir seine Lieder bis wir Zuhause eintrafen. Der Schnee umhüllte uns und wir froren, vermissten dieses sonnige und wunderschöne Land.

Leonard Cohen spielte ein Konzert im nächsten Sommer. Und das an meinem Geburtstag. Mein Schwager und ich kauften uns die billigsten Tickets und standen da auf unseren Plätzen, Stunde um Stunde und Minute um Minute. Es war wunderschön, anmutig. Als er sang "You told me again you preferred handsome men. But for me you would make an exception" zerbrach mein Herz. Und wie die Menschen feierten als er "Berlin" besang in "First We Take Manhatten".

Heute als ich vor Schreck aufwachte und Deutschlandfunk "Suzanne" anspielte, fiel etwas von mir ab. Ich konnte nicht mehr an mir halten... was für eine Zeit.

Oh, the wind, the wind is blowing,

through the graves the wind is blowing,

freedom soon will come;

then we'll come from the shadows.

My Bloody Valentine's Loveless in 5 Minuten

Ich habe My Bloody Valentine durch den Soundtrack von Lost In Translation kennengelernt. Ich musste einfach wissen was das für eine Band ist, zu der Billy Murray und Scarlett Johansson durch das nächtliche Tokyo fahren und die Lichter der Stadt an ihnen vorbeiziehen lassen. Ich bestellte mir Loveless und ich brauchte zwei Durchgänge um den Zauber entfalten zu lassen. Und diese Durchgänge mussten laut sein. Sehr laut. Dann hatte mich das Album in seinen Fängen. Ich erinnere mich gut an meinen Urlaub in Jerusalem und ich Nachts alleine im Bett lag, die Wichtigkeit der gesamten Stadt auf meine Brust drückte und ich den Song To Here Knows When hörte, in voller Lautstärke.

Um dieses Album ranken sich so viele Geschichten. Hier eine kleine Dokumentation dazu.