Viva Dada: ARTE Dokumentation

Arte hat mal wieder eine tolle Dokumentation produziert. Es geht um Dada. Anläßlich zum 100 jährigen Geburtstag.

Die Kunst ist tot, es lebe Dada! Vor 100 Jahren, im Februar 1916, rief Hugo Ball mit dem Manifest zum ersten Dada-Abend in Zürich eine neue Kunstrichtung aus. Der Dadaismus formierte sich im Ersten Weltkrieg, als Schrei des Aufbegehrens gegen eine Gesellschaft, die solche Kriegsgräuel zu verantworten hatte. Der Dadaismus wurde bald zu einer internationalen Avantgarde-Bewegung.

WDR 3 Kulturfeature über James Turrell

Roden Crater

Das Wolfsburg Project von James Turrell hat bei mir eine bleibenden Eindruck hinterlassen. Weiß ich doch zimelich wenig von Kunst und lasse sie einfach auf mich wirken. Wie verändert sie die Atmosphere für mich, wie wirkt sie auf den Raum. James Turrell hat dieses betretbare, riesige Werk geschaffen. Stand ich drin, zog es mir fast die Schuhe aus. Das Licht und die nicht mehr warnehmbaren Wände verwandelten meine Beine in Pudding. In einer zusätzlichen Ausstellung ging es um die anderen Werke James Turrells. Dort erfuhr ich das erste mal von seinem Roden Crater. Einen Vulkan den er in den 70ern entdeckte als er ein Atelier aus dem Flugzeug suchte. Diesen baut er seit 1974 zu einer Kathedrale für seine Kunst aus. Immer noch nicht für die Öffentlichkeit eröffnet. Ein Lebenswerk und vielleicht das größte Werk der zeitgenössischen Kunst.

Der WDR hat ein Feature über James Turrell und den Roden Crater veröffentlicht. Absolute Hörempfehlung.

WDR 3 Kulturfeature: Ein Stipendium der Guggenheim Stiftung investierte der Lichtkünstler James Turrell 1974 in Kerosin und flog mit seinem Flugzeug 700 Stunden über die Weite des amerikanischen Westens, bis er Roden Crater entdeckte. Autor: Peter-Moritz Pickshaus; Redaktion: Leslie Rosin; Produktion: NDR/WDR 2012 © WDR 2016

Das Wolfsburg Project:

Hier noch eine Dokumentation über den Krater:

Das eigene 24 Hour Psycho

source: http://retro-fiend.com/post/113324288809

Es ist schon ein paar Jahre her als ich die Douglas Gordon Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg besuchte. Ich laube es war im Jahr 2007. Ein Kunstwerk hat sich besonders in meine Erinnerungen gehalten. 24 Hour Psycho. Eine entschleunigte Version von Hitchcock's Meistwerk Psycho. Eins wird auf jeden Fall klar. Jeder Frame scheint ein komponiertes Bild zu sein, nimmt man einfach die Geschwindigkeit aus dem Film.

Nun zu meiner Geschichte. Ich war eine Woche krankgeschrieben. Ich lag auf dem Sofa, geplagt mit Halsschmerzen und allen möglichen anderen Erkältungssymptomen. Nach ein paar Tagen wollte ich ein wenig programmieren um mich abzulenken. Da kam mir 24 Hour Psycho in den Sinn und das es bestimmt möglich sei es in Python in ein paar Code-Zeilen nachzubauen. Ich präsentiere 24hourvideo. Danke opencv und ffmpeg. Man füttert es mit einem Video und schon läuft das Video so lange um 24 Stunden zu füllen. Frame für Frame. Mir wurde dadurch mal wieder bewusst das Mathe und ich sich seit der 5 Klasse nicht näher gekommen sind. Ich musste die Millisekunden ausrechnen die zwischen zwei Frames liegt um das ganze auszudehnen.

Vielleicht kann ja einer was damit anfangen.

Dokumentationsreihe: Die Abenteuer der modernen Kunst

Ein kleiner Dokumentationstipp am Rande. Die Abendteuer der modernen Kunst. Es geht um die Entstehungsgeschichte der modernen Kunst in Paris. Zusammengeschnitten aus restaurierten Aufnahmen und neuen Animations. Erzählt wie eine Geschichte. Gestern kamen die ersten beiden Episoden. Wirklich sehenswert.

Mit Archivmaterial und den Mitteln der Fiktion erzählt die Dokureihe die Geschichte der Künstler und Intellektuellen von den Anfängen der modernen Kunst in der Idylle des Montmartre bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. In dieser Folge: Anfang des 20. Jahrhunderts lassen sich junge Künstler im Bateau-Lavoir nieder, darunter Max Jacob, Pablo Picasso und Guillaume Apollinaire.

Die Folgen:

  1. Die Zeit der Boheme (1900-1906), Mittwoch, 16. Dezember, 21.50 Uhr
  2. Picasso und Co (1906-1916), Mittwoch, 16. Dezember, 22.40 Uhr
  3. Weltmetropole Paris (1916-1920), Donnerstag, 17. Dezember, 21.45 Uhr
  4. Die Strassenkünstler von Montparnasse (1920-1930), Donnerstag, 17. Dezember, 22.40 Uhr
  5. Libertad! (1930-1939), Freitag, 18. Dezember, 21.45 Uhr
  6. Mitternacht in Paris (1939-1945), Freitag, 18. Dezember, 22.40 Uhr

Jeppe Hein in Wolfsburg

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