CCTV Smashing

killcctv

Gerade heute Morgen wurde ich herzallerliebst von unserem Radiowecker geweckt. Deutschlandfunk berichtete von den aller neusten Stasi-esquen Vorschläge des Innenministers Friedrich die Videoüberwachung in Deutschland voran zutreiben. Dazu muss man eigentlich gar nichts mehr schreiben. Alles was ich weiß ist: Man muss wohl keinen Bananenöffnungstest machen bevor man ein Ministeramt in diesem Land übernehmen kann. Sollten man vielleicht mal einführen.

Einige Aktivisten aus Berlin haben zum CCTV Smashing aufgerufen. Ein kleines aber feines Spiel für die ganze Familie. Ziel: Die Rückführung der Straßen aus den paranoiden Fängen der “Was auch immer”-Überwachungsschergen. Das ganze nennt sich “Camover”. Es gab sogar mal ein Blog dazu. Dieses wurde wohl gesperrt. Den Trailer zum Spiel gibt es trotzdem noch…

(via)

Menschenverachtung hat einen Namen

cc by cephir

Anscheinend hat es die “Menschenrechtsbeauftragte” und Hobbyhistorikerin nicht so mit der Nächstenliebe. Während die Exekutive gerade in Berlin demonstriert wieso sie sich den Friedensnobelpreis verdient hat, schreibt Frau Steinbach das Internetz mit billigen Parolen voll. Wir kennen diese Sprüche zu gut.

Es sind diese Klischee-Sätze wie “lassen sich ja nicht helfen”, “Sozialschmarotzer” oder “die sollen mal nicht jammern, sonst können sie gleich zurück gehen”. Ob es eine Wahl geben würde. Als ob Grenzen in dieser Epoche noch etwas Wert sind? Es geht um den Hungerstreik einiger Asylbewerber vor dem Brandenburger-Tor in Berlin. Ein Streik der Aufmerksamkeit generieren soll und das im Herzen des touristischen Betriebs in der Hauptstadt. Dieses Vorgehen ist, meiner Meinung, nach gescheitert. Wo sind die Berichte in den Mainstream-Medien? Kaum jemand heuchelt noch nicht einmal Solidarität mit den Schwächsten dieser Gesellschaft. Wo ist die heraufbeschworene Nächstenliebe? Gilt sie nur wenn wir weiß, deutsch sind und der oberen Mittelschicht angehören? Fassungslos lese ich durch meinen Twitterstream. Die Polizei die den Menschen wärmende Decken verwehren. Es macht sich ein unfassbares Unbehagen in mir breit. Sind unsere Grenzen so wichtig? So wichtig das uns das Leid der Welt so egal sein soll? Wo wir nicht wegschauen können, wird einfach abgeschoben.

Der Protest steht unter folgender Erklärung:

Unbegrenzter Hungerstreik der Asylsuchenden

Berlin, den 24. Oktober 2012

In den sieben Monaten unseres Protestes gegen die Asylpolitik haben wir gezeigt, dass nicht nur wir das unmenschliche Asylgesetz nicht anerkennen. Insbesondere durch die breite Unterstützung der deutschen Öffentlichkeit für unseren Fußmarsch von Würzburg nach Berlin, wo wir die Sammelunterkünfte boykottiert und die uns auferlegte Residenzpflicht aberkannt haben, aber auch durch die überwältigende Teilnahme an der Demonstration am 13.10.2012, ist deutlich geworden, dass wir mit unseren Forderungen nicht alleine sind.

Unser Protest hört nicht hier auf, sondern setzt sich fort bis zur Abschaffung der geltenden Asylgesetze.

Unser Protest richtet sich gegen die Regierung, die heute nach 70 Jahren die unmenschlichen Taten der Nationalsozialist_innen entschuldigt, die eine halbe Million Roma und Sinti das Leben gekostet hat.

Die heutige Veranstaltung findet nur zwei Wochen nach dem Beschluss des deutschen Innenministers fest, Sinti und Roma innerhalb kürzester Zeit abzuschieben.

Dieser Protest richtet sich gegen die Regierung, die durch die Asylpolitik systematisch psychischen Druck auf die Flüchtlinge ausübt und sie oftmals in den Suizid treibt.

Wir fordern die Abschaffung des Abschiebungsgesetzes und solidarisieren uns mit den Sinti und Roma, die auch hier in Deutschland in prekären Verhältnissen leben.

Wir wenden uns gegen die diskriminierende Politik der Bundesrepublik Deutschland, die uns ein menschenwürdiges Leben in diesem Land verweigert. Wir sehen keine weitere politische Möglichkeit, als in den unbegrenzten Hungerstreik zu treten, um der deutschen Politik vor Augen zu führen, zu welchen Konsequenzen ihre Gesetze führen.

Wir wollen keine nachträglichen Entschuldigungen und Erklärungsversuche, sondern verlangen die sofortige Umsetzung unserer Forderungen und die Ausweitung der Rechte für alle Menschen, die in diesem Land Asyl suchen.

Unsere Forderungen sind:

Abschaffung des Abschiebegesetzes

Anerkennung ALLER Asylsuchenden als Politische Flüchtlinge

Abschaffung der Residenzpflicht

Abschaffung der Lager und Sammelunterkünfte für Flüchtlinge.
Die hungerstreikenden Geflüchteten in Berlin

Der Berliner Regierung scheint es richtig zu stören das dieser Protest vor den Augen Tausender Touristen statt findet. Als Tourist könnte man ja denken Deutschland sei doch nicht der freundliche Gastgeber. Oliver Höfinghoff, von der Piratenfraktion Berlin, hat folgendes Statement geschrieben:

„Wir solidarisieren uns mit dem friedlichen Protest der Flüchtlinge. Die Demonstrantinnen und Demonstranten geben allen Asylsuchenden in Deutschland eine Stimme. Sie haben jedes Recht dazu, dies auch auf dem zentralen Platz in Berlin zu tun, solange die Politik ihre Bedürfnisse weiter ignoriert. Die Demonstration ist angemeldet und genehmigt. Dennoch geht die Polizei extrem restriktiv gegen die Versammlungsteilnehmer vor und hat schon mehrfach Utensilien beschlagnahmt, die Witterungsschutz bieten. Als „campähnlich“ wurden unter anderem Regenschirme, Pappen und Isomatten deklariert und eingezogen. Angesichts der gesundheitlichen Situation der hungerstreikenden Camp-Teilnehmer und der extrem kalten Witterung ist dies schlicht unverantwortlich. Wir fordern den SPD-Bezirksbürgermeister von Mitte, Christian Hanke, dazu auf, endlich aktiv zu werden und dafür zu sorgen, dass die Flüchtlinge ihren Protest ohne weitere Behinderungen ausüben können. Gerade einer Stadt wie Berlin, die nicht müde wird sich für ihre Weltoffenheit und Toleranz zu preisen, steht dieses unwürdige Verhalten schlecht zu Gesicht. Die SPD muss sich die Frage gefallen lassen, ob das nun die von ihr so gern propagierte „Willkommenskultur“ sein soll.” Oliver Höfinghoff, Abgeordneter der Berliner Piratenfraktion

Wenn den Schwächsten die kleinste Menschlichkeit vorenthalten wird… Courage und Mitgefühl… Deutschland…

Vergessene Filme

Berlin

Es passiert nicht selten das ich Filme in Kameras vergesse. Vor allem wenn es Kameras sind die ich selten benutze. Viel zu selten. Irgendwann ist die Rolle voll. Ich entwickel und die Gedanken fangen nur so an zu fliegen. Oft hatte ich die abgelichteten Momente schon vergessen. Sie sind nur noch schwache, neblige Gestalten. Das Negativ bringt sie wieder zum Vorschein. Und ich frage mich wieso.

Es war Berlin im Frühjahr 2012… -20 Grad.

Berlin

Berlin

Unlike U ist ein Dokumentarfilm über Graffiti…

“Unlike U” ist ein Dokumentarfilm über Graffiti auf Zügen in Berlin. Ich hatte den Film schon vor einigen Monaten geschaut und war wirklich begeistert. Nur leider haben die Macher des Films viele rechtliche Probleme mit ihm bekommen. Jetzt hat das Landgericht Berlin den Film verboten.

Das Landgericht Berlin hat dem Produzenten und Regisseur eines Films über U-Bahn-Graffiti in Berlin auf Klage der BVG untersagt, selbst oder durch andere Personen ungenehmigte Filmaufnahmen von Verkehrsmitteln bzw. Betriebsanlagen zu vervielfältigen oder zu verbreiten, soweit diese innerhalb dieser Verkehrsmittel oder Anlagen aufgenommen worden sind. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) stelle das ungenehmigte Filmen eines Gebäudes und die Verwertung der Bilder eine Eigentumsverletzung dar, wenn das Gebäude von dem Grundstück aus gefilmt werde, auf dem es sich befinde, so die Zivilkammer 16. Ein solcher Fall liege hier vor. In dem beanstandeten Film seien Szenen zu sehen, in denen U-Bahnen mit Graffiti besprüht würden und die ersichtlich auf dem Betriebsgelände der U-Bahn aufgenommen worden seien. Die BVG habe die Herstellung dieser Aufnahmen ebensowenig gestattet wie ihre Verwendung. Ein Berechtigung hierzu lasse sich weder aus dem Urheberrecht, der Kunstfreiheit oder der Pressefreiheit ableiten. Das Gericht hat den Filmproduzenten darüber hinaus verurteilt, der BVG Auskunft über den Umfang der kommerziellen Nutzung des Films zu erteilen.

Jemand hat seine Privatkopie des Films bei Youtube hochgeladen…böse Buben ihr…

http://youtu.be/aDFlghRGkRU

(via)

Mein Blog wird jetzt mal ein wenig von…

Mein Blog wird jetzt mal ein wenig von Psychedelic geflutet. Aus Gründen versuche ich mich gerade ein wenig zu inspirieren…

Hier sind einige Videos als die großartige Joshua Light Show in Berlin zur Transmediale in Berlin war.

Die konsequente Entwicklung des Urheberrechts unter digitalen Produktions…

Die konsequente Entwicklung des Urheberrechts unter digitalen Produktions- und Verbreitungsbedingungen wird vom zuständigen Bundesministerium der Justiz in unvertretbarer Weise verzögert. Dies führt zu zunehmender Rechtsunsicherheit in Bezug auf den Umgang mit geschützten Werken. In dieser Situation werden die Urheber nicht zögern, das Verfassungsgericht aufzufordern, Klarheit darüber schaffen, dass der Staat verpflichtet ist, mit zeitgemäßen Gesetzen das Recht auf Schutz des geistigen Eigentums seiner Bürger durchzusetzen. Die Akademie der Künste wird sie dabei unterstützen.

AdK-Blog

Was soll man nur zu einer Kunsteinrichtung wie die Akademie der Künste in Berlin sagen die versuchen wollen das Urheberrecht mit einem Menschenrecht gleichsetzen? Ich kann es mir nicht anderes erklären als das irgendwelche Leute aus der der oberen Verwaltungsetage zu solchen Aussagen kommen. Menschen die noch nie kreativ gearbeitet haben. Wo wird in den Künsten 100% aus sich selber erschaffen? Ist Kunst nicht ein Reaktor aus Zitaten?

Also liebe Akademie der Künste…ich hoffe wirklich das diese Aussagen von nicht von den Künstlern ihrer Akademie stammen…sondern nur von den Anzugträgern und Kreativbremsen.

Danke für das bisschen Kotze die mir diesen Morgen wegen ihnen hochgekommen ist…

Fotos aus Berlin

Hier habe ich ein paar Fotos von der Museumsexkursion nach Berlin hochgeladen. Nichts besonderes…

1UP berlin

Jeder der einmal durch Berlin gelaufen ist kennt sie. Zumindestens die, die nicht blind sind. Die Crew “1UP”. Kaum jemand in Deutschland bombt mehr als sie. Und das auf riesen Niveau. Auf jeden Fall haben sie einen Film gemacht über ihre Arbeiten. Also ich bin beeindruckt…die Verkehrsbetriebe in Berlin wohl nicht. Sie wollen den Film wohl verbieten lassen.

http://www.youtube.com/watch?v=QXxXoSTPivA