"Unendlicher Spass" als gesamtes Hörspiel

Ich fühle mich gerade in der Verfassung mal wieder Unendlicher Spass weiterzulesen. Der Umfang des Wortschatzes und der gesamt Umfang des Buches in Seite, läßt mich bei seinem Anblick zusammen zucken. Immer mal wieder mache ich mehrere Monate Pause, lege das Buch bei Seite um an mir selber zu zweifeln. Ich bin eigentlich kein großer Freund von Hörbüchern und genieße sie nur wenn die Art des Vorlesens mir in irgendeiner Weise einen Mehrwert gibt. Und dann habe ich einfach mal nach "Unendlicher Spass" und "Hörbuch" gegoogelt und bin auf ein Projekt des öffentlichen Rundfunks gestoßen: Das Unendliche Spiel.

"Unendliches Spiel" mit dem „Unendlichen Spaß“: Wir laden Sie ein, den Jahrhundertroman von David Foster Wallace zum größten Hörspiel aller Zeiten zu machen. Wir brauchen dazu Ihre Stimme.

Es wurde dazu aufgerufen das Hörspiel gemeinsam einzusprechen. Vertont wurde das ganze von einer Maschine die von selbst immer wieder neue Musik komponiert um das gelesene zu untermalen. Hinter dieser Maschine steckt niemand anders als Acid Pauli, aka Console, aka der Typ von The Notwist. Mega!

Nur 70 Tage haben Sie gebraucht, alle 1.400 Seiten des Romans einzusprechen. Bis dieses Audiomaterial zu einem 80-stündigen Hörspiel wurde, hat es etwas länger gedauert: gut 11 Monate haben Andreas Ammer und Andreas Gerth damit verbracht, die von Ihnen interpretierten Seiten und die vom Übersetzer Ulrich Blumenbach gesprochenen Fußnoten mit der Musik der „Goldenen Maschine“ zu arrangieren.

Und dies kann man sich nun Szene für Szene auf der Website anhören oder sogar runterladen. Macht es bevor es für immer verschwindet. Es sind 10GB MP3 Files. Ich habe alles in OPUS umgewandelt. Dann sind es nur noch 3GB.

Die Reise zu Jack London

Hier ein kleine Dokumentation zu Jack Londons 100 jährigen Todestag. Das literaturcafe.de ist aus diesem Grund seinen Spuren nach Alaska gefolgt.

Der Tag an dem Umberto Eco starb

Serravalle Pistoiese

Eigentlich bin ich kein großer Hörbuch-Fan. Doch seit ein paar Minaten habe ich ein Audible-Abo. Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad ins Büro und wenn die Podcasts leer gehört sind, greife ich auf das ein oder andere Hörbuch zurück. Ich habe gemerkt das es mir oft ziemlich schwer fällt mich auf die aufgezeichneten Sätze zu konzentrieren. Ich weiß das ich ein sehr langsamer Leser bin und so fehlt mir mein eigener Rhytmus und vielleicht auch das Gefühl von Papier zwischen meinen Fingern. Als ich also Donnerstag das neue Audible-Guthaben erhiert, wollte ich es in eins meiner Lieblingsbücher investieren. Diese Art von Bücher die man immer wieder gern liest. Etwas was ich schon kannte und meinen monotonen Arbeitsweg ein wenig aufhellen kann. Nicht etwa durch seine fröhlichkeit, sondern durch die wunderschänen Sätze. Ich musste nicht lange überlegen. Die Wahl viel sofort auf Der Name der Rose. Das Buch las ich ich zum ersten mal vor ein paar Jahren in der Toskana. Dies war mehr ein Zufalls als eine geplante, örtlich passende, Urlaubslektüre. Als ich vor dem alten toskanischen Bauernhaus saß und das Buch zum ersten mal aufschlug,und nach ein paar Seiten merkte wo die Geschichte spielt. Ich malte mir aus, das die Abtei sei identisch mit den alten Ruinen die wir am Tag vorher auf einen Hügel entdeckt hatten. Im morgendlichen toskanischen Nebel stellte ich mir vor der Novize Adson von Merl zu sein und flog durch die Seiten des Buches. Dies war der Beginn meiner Faszination für Umberto Eco. Ich habe bei welten nicht alles gelesen oder gar verstanden was er veröffentlich hat. Aber seine Wissenswurt und sein nicht endendes Interesse in allen Bereichen der Wissenschaft und Kultur sind eine riesige Inspiration. Seine private Bibliothek und seine These zur Anti-Bibliothek sind Teil meiner täglichen Träumerein. Und nicht zuletzt haben wir unseren Kate nach ihm benannt. Diese Entscheidung fiel sehr schnell. Am Morgen des Samstags, nachdem ich die ersten Kapitel "Der Name der Rose" gehört habe, las ich von seinem Tod. In einem Jahr wo fast wöchentlich eine Legende stirbt, ist es doch der Tod Ecos der ein mich am meisten berührt.

Petition für ein Selfie von Thomas Pynchon

Thomas Pynchon

Aus der Abteilung "Petitionen die die Welt braucht". Eine Petition an Barack Obama der sich darum kümmern soll, dass Thomas Pynchon einen Instagram Account eröffnent und Selfies posten soll. Wird sicher passiert... nicht.

We the people request that Thomas Pynchon make an Instagram account and post no fewer than one selfie, ensuring that his legacy will live on in this digital age.

The easiest way to accomplish this goal is for President Barack Obama to mandate the creation of a Pynchon instagram account, potentially titled "GravitysSelfie" or merely "Pynchon49" via executive order. An alternative method could potentially involve Pynchon willingly complying to appease his legion of loyal followers, hereby known as "Pynchies."

Note: We implore Mr. Pynchon not to abuse social media by posting pictures of his food.

Während die GroKo den Bandbreitenausbau in Deutschland liegen lässt...

Portrett av Hjalmar Pettersen (1856-1928) på sitt kontor

...hat Norwegen nun beschlossen alle norwegischen Bücher zu digitalisieren. Sie planen sie danach, zum Teil, zum freien Download anzubieten. Es soll sich um alle in norwegisch verfassten Bücher, die sich im Besitz der National Library of Norway befinden, handeln. Egal unter welchem Copyright sie sich befinden. Was ein Mammut-Projekt. Aber irgendwann muss man die Zukunft auch mal ins Haus lassen. Das ganze soll dann über norwegische IP-Adressen abrufbar sein. Die Bücher die unter der Public Domain sind, können wohl dann auch runter geladen werden. Aber man stelle sich eine maschinell-durchsuchbare Bibliothek vor. Noch nicht ganz Star Trek aber auf jeden Fall mehr als #schlandnet, #drosselkom und keine Bandbreiten auf Dörfern.

Mehr gibt es hier.

(via)