Über Gutmenschen.*

Yeah...dies ist das erste Gastposting auf diesem Blog. Und darüber freue ich mich besonders. Es ist von der ganz tollen und wunderbaren Katja mit der ich schon ganze Nächte durch diskutiert habe. Danke Katja... mehr von ihr könnt ihr sehen und lesen auf ihrem Blog.

Kurzsichtigkeit lohnt sich wieder. Einfach nur sehen, was direkt vor Augen ist. Eitel ist nur, wer geistig vollkommen ist. Die Weitsichtigen sind die Gelackmeierten. Die, die Welt nicht so lassen können. Oder wollen. Oder beides zusammen. Die, die sich vegan ernähren. Die, die zwei Klamotten im Jahr kaufen. Faires T-Shirt für 40 € und korrekte Hose für 200 €. Für 240 € bekomme ich bei bekannten zwei-Namen-Ketten zehn Kleidungsstücke. Oder mehr. Für 2 € kaufe ich mir kontrolliertes gehacktes und geschlachtetes Hack. Für 2 € mache ich schlechte Witze.

Gutmenschen-Tun kann nerven. Politische Korrektheit auch. Aber nervt es nicht, weil es mich und meine Kurzsichtigkeit korrigiert? Ich will doch nicht permanent gegen einen Laternenpfahl laufen. Wären doch lauter verbeulte Leute hier. Dann doch lieber das verbeulte T-Shirt von Dingsbums. Das ist nämlich verbeult, weil bei denen die T-Shirts auf eine Größe genäht werden und dann einfach auf passende Größe gebracht werden. (Für die, die sich schon immer gewundert haben, warum sie auf einmal in eine XS passen).

Ich finde: für was zu sein muss sich lohnen! Nicht das blinde und naive, nicht das nach-den-Mund reden. Es muss gewitzt sein und entlarven. Für was zu sein, IST Schönheit. Statt lauter verbeulten sehen wir schöne Menschen. Es bedeutet hinzuHÖREN statt zu sehen. Es bedeutet, vielleicht nicht gleich alles zu verstehen, aber es zu langsam begreifen. Wie geil veganes Essen ist. Wie gut sich das faire T-Shirt auf der Haut anfühlt und es nicht ausbeult.

Und dennoch muss Korrektheit vom Anspruch befreit werden, dass sie immer sich gut anfühlen muss und nur schön ist. Bekanntlich tut auch vieles weh. Bekanntlich stecken wir in Widersprüchen. Bekanntlich löst Geld keine Probleme.

Na und? Bekanntermaßen verändert sich die Welt durch die, die nichts tun.

* kein Versuch der Ironie