Hat jemand letzten Sonntag Tatort geschaut?

Ich glaube der Tatort gehört bei vielen zum wöchentlichen Sonntagsritual. Bei mir ist es zu mindestens so. Auch wenn ich in der letzten Zeit selten dazu gekommen bin, freue ich mich wenn ich es schaffe auf unserem Sofa platz zu nehmen um den manchmal super schlechten und manchmal großartigsten Kommissaren zu zuschauen. Letzten Sonntag lief Folge 880 mit den Namen "Gegen den Kopf". Diesmal spielte der Fall in Berlin und behandelte eins der Themen der letzten Jahre: U-Bahn-Schläger. Und so fing der Tatort auch an. Zwei Jugendliche bepöbeln einen älteren Herrn und, bis auf eine Ausnahme, zeigen die Insassen der U-Bahn nicht genug Mut und Zivilcourage um einzuschreiten. Der Mann der sich einmischte wird dann in einer U-Bahn-Haltestelle tot aufgefunden. Dieser "Mord" soll dann mit Hilfe von Funkzellenabfrage und den Überwachungskameras aufgeklärt werden. Während die erste Methode wunderbar klappt scheint es Probleme mit den Überwachungskameras zu geben. Es gibt zu wenig! Der Mord kann von den beiden, an der Haltestelle installieren, Kameras nicht komplett gesehen werden. Und ich wusste schon was der Unterton dieser Folge sein wird. Aber ich gab die Hoffnung nicht auf. Nach dem Tatort gab es Günther Jauch mit dem Thema "Tatort U-Bahnhof - machtlos gegen Jugendgewalt?". Zu Gast unser Innenminister und Lieblingspudel Hans-Peter, Hape das geile Pferd, Friedrich. Und schon war klar wohin die Reise geht. Was wird er wohl fordern? Klemmt die alte TDK D-60 Kassette in seinem Kopf? Und da ratterte er es wieder runter: Natürlich sei alles eine Frage der Überwachung. Mehr Überwachung ist gleich mehr Sicherheit vor allen Verbrechen jeglicher Art. Die schlimmsten Erwartungen scheinen doch immer wieder einzutreten. Egal wie sehr man hofft...