Die Mutter aller Archive

archiveorg

Es ist der erste Teil einer Dokumentation über Archive.org erschienen. Archive.org hat es sich zum Auftrag gemacht das größte digitale Archive zu werden. Zu werden? Ich glaube man kann wirklich sagen das es das längst ist. Ich könnte tagelang im Archiv stöbern. Von alten Public-Domain Spielfilmen bis hin zu Bootleg-Aufnahmen von Death Cab For Cutie und Elliott Smith. Die Schönheit von Daten bekommt etwas mythologisches wenn man die Server-Racks in einer umgebauten Kirche sieht. Eine Kathedrale des Wissens. Gänsehaut überall...

Archive is a documentary focused on the future of long-term digital storage, the history of the Internet and attempts to preserve its contents on a massive scale.

Part one features Brewster Kahle, founder of the Internet Archive and his colleagues Robert Miller, director of books, and Alexis Rossi, director of web collections. On a mission to create universal access to all knowledge, the Internet Archive’s staff have built the world's largest online library, offering 10 petabytes of archived websites, books, movies, music, and television broadcasts.

The video includes a tour of the Internet Archive’s headquarters in San Francisco, the book scanning center, and the book storage facilities in Richmond, California.

(via)

Der Hippie in mir und der existiert wirklich...

Der Hippie in mir (und der existiert wirklich) will immer wieder mal befriedigt und unterhalten werden. Deswegen habe ich nichts dagegen ab und zu mal die guten Grateful Dead rauszuholen, mich mit einer guten Cola Light zurück zu lehnen und durch mein erträumtes imaginäres San Francisco im Frühling zu spazieren. Ich sag nur Sugar Magnolia...

Panzerkreuzer Potemkin

Potemkinstairs

Meine Frau hat es irgendwie geschafft mich in einen Literaturverfilmungskurs der Kunstakademie zu schleusen. Seit diesem Kurs weiß ich das ich doch nicht so bewandert zum Thema Film bin wie ich immer dachte. Ok dachte ich jetzt auch nicht wirklich. Ich glaube ich schaue einfach nur viele Filme und das in vielen Genres. Alles was mir halt gefällt. Viele Klassiker habe ich noch nicht geschaut. Dies hat sich durch den besagten Kurs geändert. Vor allem der letzte Film des Kurses hat es mir angetan: Panzerkreuzer Potemkin. Ein russischer "Propaganda"-Film aus dem Jahre 1925. Die Bilder sind mächtig und wenn man versucht den Film aus den Augen der Zwanziger Jahre zu schauen sieht man wieso dieser Film als Beginn des modernen Films gesehen wird. Da wo ein Theater-ähnlicher Aufbau war sind Schnitte, Kamerafahrten und Szenen. Es wird die Zeit der russischen Revolution behandelt. Der Krieg Russlands gegen Japan. Auf einem Kriegsschiff vor Odessa sinkt die Moral durch schlechtes Essen und der Behandlung der Soldaten durch die Oberen. Es wird eine Meuterei angezettelt. Die Einwohner von Odessa solidarisieren sich mit den Soldaten und werden, in der berühmten Treppenszene, dafür abgeschlachtet.

Panzerkreuzer Potemkin wurde von vielen Regimen als Propaganda genutzt und aus diesem Grund sehr oft gekürzt. Es gibt viele verschiedene Fassungen in den verschiedensten Längen. Ich weiß gerade nicht welche Fassung auf archive.org zufinden ist, verlinke sie aber trotzdem. Es gibt eine neue Fassung die angeblich die zensierten Szenen beinhaltet. Sie wurde durch die Stiftung Deutsche Kinemathek vollständig restauriert und neu vertont. Ich kann nur raten mal nach der Version ausschau zu halten. Es lohnt sich.