Finding Vivian Maier

Über diese Dokumentation habe ich vor Ewigkeiten gehört. Ich glaube es war im NSFW Podcast von Holgi. Es ging um das Crowdfunding um diesen Film zu finanzieren. Ein kurzer Abriss: Jemand ersteigert eine Box voll Negative bei einer Auktion. Als er die Negative scannt erkennt er die Wichtigkeit dieser Bilder für die Geschichte der Straßenfotografie. Kompositionen wie man sie sonst nur von Henry Cartier-Bresson und Diane Arbus kennt. Er googlet und findet zu ihrem Namen nichts. Er recherchiert weiter und kommt ihr und ihrere Geschichte immer näher.

Claude Lanzmann

Und schon wieder ist jemand von uns gegangen. Das tröstende ist, ihr Werk bleibt uns. In dem Fall von Claude Lanzmann hofft man auf viele Hörende, Sehende, das er nie vergessen wird, seine Filme viele Menschen erreichen, sie zum nachdenken bringt, sie sich erinnern.

Den ersten Film den ich sah, war Warum Israel?. Gedreht 25 Jahre nach Staatsgründung, erklärt er die Notwendigkeit des Staates Israel mit einer zurückhaltenden doch klaren Draufsicht.

Klar ist mir sein Hauptwerk Shoah ein Begriff, meine Kopie eingeschweißt im Schrank. Ich habe Angst vor diesem Film. Kenne ihn nur in Ausschnitten. 540 Minuten über das größte Verbrechen der Geschichte.

"Es gibt in Shoah keine Sekunde mit Archivmaterial, weil dies nicht die Art ist, wie ich denke und arbeite, und, nebenbei gesagt, solches Material gibt es gar nicht. […] Wenn ich einen Film gefunden hätte – einen geheimen Film, weil das Filmen verboten war –, gedreht durch die SS, in dem gezeigt wird, wie 3000 Juden – Männer, Frauen und Kinder – zusammen sterben, in der Gaskammer des Krematoriums 2 in Auschwitz ersticken, so hätte ich ihn nicht nur nicht gezeigt, ich hätte ihn sogar vernichtet. Ich kann nicht sagen, warum. Das passiert von selbst."

Zu Ehre seines Lebens zeigt Arte den gesamtem Film am 20:15 Uhr. Dann auch in der Mediathek.

Seit gestern auch in der Mediathek: Eine Dokumentation über Claude Lanzmann und die Arbeit an Shoah.

Realitätsabgleich mit Alan Moore

In solchen Zeiten sollte man sich doch vielleicht auf die Künstler verlassen die eh groß darin waren, und immer noch sind, die Dystopien des letzten Jahrhunderts aufrecht zu halten. Einer dieser Autoren ist Alan Moore. Arte hat nun eine kleine Doku-Reihe über ihn und die Themen dieser Zeit gedreht.

Die Folge über die aktuell fehlende Kultur und Gegenkultur sorgte sogar zu einer heimische, hitzigen Debatte ab wann Kultur überhaupt als Wert, der in der Epoche erhalten wird, erkannt wird und dies aktuell gar keine Aussage über jetzige Zeit zuläßt. Alles nur Vermutungen.

August Rodin und sein Höllentor

Paris

Es ist schon wieder über ein Jahr her. Paris wurde mehr und mehr zu meiner Liebe. Nun verbringt man die Tage damit sich vorzustellen dort zu Leben, dabei selber aber in einer grauen Industriestadt verkommt.

letzes Jahr sagen wir viele Museen in Paris. Eins lies mein Herz springen. Wunderschönste Melancholie und Kunst die mich mit Gänsehaut überzieht. Es war das Rodin Museum. Dieser bespielte Garten mitten in Paris. Die grauen Wolken damals über uns sind längst durch die Erinnerung verschwunden. Nur ein blauer Himmel blieb als wir durch den Garten liefen, immer wieder anhielten, es nicht fassen konnten.

Rodins Todestag rundet sich und es gibt eine große Ausstellung im Grand Palais. Es ist auch der Zeitpunkt an dem Arte großartige Dokumentationen heraus haut. Zum Beispiel über sein Höllentor.

Auf den Dächern der Stadt: Paris

Wenn man mal wieder Fernweh braucht. Arte sendet gerade eine Reihe mit dem Namen "Auf den Dächern". Diese Episode handelt von dem wunderschönen Paris... und mal ehrlich... Gärten auf den Dächern Paris... pure Liebe.