Heute war wieder Yom Hashoah

Immer wenn in Israel der Alltag für 2 Minuten still steht ist Yom Hashoah...

Schnee in Jerusalem

Die Abstände zu meiner letzten Israelreise werden immer länger. Gerade in dieser Jahreszeit war ich oft im heiligen Land. Ich hatte in der Zeit Wetter jeglicher Art mitgenommen. Von Sonnenbrand bis Winterjackenpflicht. Schnee ist dann doch was besonders welches nur alle paar Jahre vorkommt. Gerade ist so eine Zeit in Jerusalem. Schnee kommt vom Himmel und bedeckt diese ganz besondere Stadt.

Ich merke wie hoch mein Fernweh steigt. Es gab sogar einen Notfall-Plan ganz kurzfristig einen Flug zu buchen um dort den Winterurlaub zu verbringen. Diese Spontanität wird mit sehr hohen Flugpreisen bestraft. Und so wurde dann doch nichts daraus. So versinke ich im Fernweh und schaue dieses Video über den Schnee auf den Dächern und Straßen von Jerusalem.

Rückwärts durch die Straßen von Jerusalem

Ein Video was mein Fernweh auf die absolute Spitze schiebt. Jetzt war ich doch schon eine längere Zeit nicht mehr in Israel und vor allem nicht in mein geliebtes Jerusalem. Ich verkürze mir die Zeit mit Videos wie diesem hier...

(via)

Lesung "Allein unter Deutschen"

Golem_and_Loew

"Allein unter Deutschen" von Tuvia Tenenbom habe ich wirklich verschlungen und das Thema interessant "Wie sieht es eigentlich aus mit diesem Deutschland?". Gibt es noch Antisemtismus? Was bedeutet hier eigentlich israelkritisch? Er reiste ein halbes Jahr durch Deutschland und interviewte viele Menschen. Was man schnell merkt ist das Antisemitismus sehr fest verankert ist. Sein es Aussagen wie "Juden sind ja immer sehr reich", "dem Juden gehören alle Banken" oder Leute die Klagemauern in Köln aufstellen um den "Völkermord an den Palästinensern" zu dokumentieren. Absurder wird es wenn solche Menschen als Leiter in Holocaust-Gedenkstätten eingesetzt werden. Sachen gibt es, die kann man sich einfach nicht ausdenken. Der erste Verlag wollte das Buch nicht veröffentlichen, solange sie nicht einige Stellen streichen oder abgeändert hätten, und Thalia hat das Buch aus ihrem Sortiment genommen. Sie haben sogar ihre Bestsellerliste-Auslage "Allein unter Deutschen" durch ein Buch von Peter Scholl-Latour ersetzt. Was ist da los? Ist schon ein komisches Land hier...

Hier gibt es eine Lesung mit Tuvia Tenenbom...großartigst...

Lesung und Diskussion mit Tuvia Tenenbom, Moderation Hermann L. Gremliza (KONKRET) - Mitschnitt aus der Bar "GOLEM" vom 07. März 2013.
Iris Minich liest die Passage aus dem Buch, Georg Felix Harsch übersetzt.

Tuvia Tenenbom, Sohn eines Rabbiners in Jerusalem, entdeckt Deutschland: Stadt, Land, Fluß, Kirchen, Kneipen, den Weltmeister der Herzen und seine KZs, seine Studenten, Professoren, Banker, Industriellen, Politiker, Künstler, er spricht mit Helmut Schmidt, Kai Diekmann, Adolf Sauerland, Helge Schneider, Peter Scholl-Latour, Horst Tomayer und vielen anderen. Er kam mit zwei Vorurteilen und reist ab mit einem Urteil: “Es wird viel leichter sein, Frieden zwischen Arabern und Juden zu schließen, als den Judenhaß der Deutschen auszumerzen. Er hüllt sich in geistreiche, komplizierte Argumente und verbirgt sich hinter tausend Masken.”

Leben in Bildern

Declaration_of_State_of_Israel_1948

Rudi und Miriam Weissenstein haben die Enstehung Israel seit vielen Jahrzehnten in Bildern festgehalten. Sie eröffneten in Tel-Aviv ein Photo-House. Von ihnen sind die bekanntesten Fotos der Unabhängigkeitserklärung Israels.

Weissenstein dokumentierte das jüdische Alltags- und Kulturleben in Tel Aviv, zahlreiche prominente Persönlichkeiten, vor allem Künstler und Politiker, etwa Marc Chagall, Max Brod, Eleanor Roosevelt, Isaac Stern und den Maler Nahum Gutman. Seit dem ersten von Arturo Toscanini geleiteten Konzert fotografierte er für das Israel Philharmonic Orchestra. Als Weissensteins bekanntestes Foto gilt das von der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel am 14. Mai 1948 durch David Ben Gurion, wo er der einzige akkreditierte Fotograf war.

Wikipedia

Tamar Tal hat einen großartigen Dokumentarfilm gedreht. Der kleine Fotoladen soll einem großen Neubau weichen. So wird so einiges an Geschichte aufgerollt. Die Witwe Miariam Weissenstein und ihr Enkel Ben Peter Weissenstein müssen mit der Situation umgehen. Herzzerreissend.

Mehr Infos gibt es auf der Arte Seite.