24h Jerusalem

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Mir fällt es oft sehr schwer über Jerusalem zu schreiben. Zu viel denke ich über diese Stadt nach, zu sehr sehne ich mich danach wieder dort hin zu reisen. ARTE und der Bayrische Rundfunk haben am 12. April 2014 das Projekt "24h Jerusalem". Es wird versucht einen kompletten Tag in Jerusalem filmisch darzustellen und den in 24 Stunden zu senden. Ich bin auf jeden Fall gespannt. Mal schauen wieviel "deutsche Israelkritik" untergebracht wird.

Mehr Infos hier.

Schnee in Jerusalem

Die Abstände zu meiner letzten Israelreise werden immer länger. Gerade in dieser Jahreszeit war ich oft im heiligen Land. Ich hatte in der Zeit Wetter jeglicher Art mitgenommen. Von Sonnenbrand bis Winterjackenpflicht. Schnee ist dann doch was besonders welches nur alle paar Jahre vorkommt. Gerade ist so eine Zeit in Jerusalem. Schnee kommt vom Himmel und bedeckt diese ganz besondere Stadt.

Ich merke wie hoch mein Fernweh steigt. Es gab sogar einen Notfall-Plan ganz kurzfristig einen Flug zu buchen um dort den Winterurlaub zu verbringen. Diese Spontanität wird mit sehr hohen Flugpreisen bestraft. Und so wurde dann doch nichts daraus. So versinke ich im Fernweh und schaue dieses Video über den Schnee auf den Dächern und Straßen von Jerusalem.

Rückwärts durch die Straßen von Jerusalem

Ein Video was mein Fernweh auf die absolute Spitze schiebt. Jetzt war ich doch schon eine längere Zeit nicht mehr in Israel und vor allem nicht in mein geliebtes Jerusalem. Ich verkürze mir die Zeit mit Videos wie diesem hier...

(via)

Harlem Shake an der Klagemauer

hakotelshake

Es gibt Sachen die passieren wenn das Purim-Fest und das Harlem-Shake-Meme aufeinander treffen. An Purim kann echt alles passieren...

Das Fest des Lichtes

happy chanukka

Heute Abend wird überall auf der Welt die vierte Kerze angezündet. Mit dem Schamasch sind es fünf Kerzen die aus dem Fenster heraus auf die Straße leuchten. Ich liebe dieses Fest besonders. Wenn zu Weihnachten viele Geschenke gekauft werden, alles nur auf einem Berg Stress steht, liebe ich es die Kerzen an unserer Chanukkia an zuzünden. Einfach beisamen sein und das Licht beobachten.

Mit Chanukka feiert man die Wiedereinweihung des zweiten Tempels durch die Makkabäer im Jahr 164 vor Christus. Zu dieser Zeit war der Tempel Zeus geweiht und die Makkabäer kämpften hellenisierte Juden und makedonische Syrer. Nach ihrem Sieg hatten die Makkabäer nicht genug Öl um das Licht der Menora länger als einen Tag brennen zu lassen. Die Herstellung des Öls braucht aber acht Tage. Heute feiern wir das Ölwunder, dass das Öl ganze acht Tage gehalten hat bis neues Öl hergestellt war. Deswegen hat die Chanukkia auch acht Arme plus einen für den Schamesch (die Kerze mit der die restlichten angezündert werden). Sie wird auch oft mit einer normalen Menora verwechselt. Diese hat nur sieben Arme.

Das Licht der Kerze symbolisiert das Gute welches in die Welt scheint. Wichtig ist, dass die Chanukkia gesehen werden kann. Deswegen steht sie meist im Fenster.

Es gibt ein Bild was mich sehr bewegt hat. Ich habe es, mit dem dazugehörigen Leuchter, in Yad Vashem in Jerusalem gesehen. Es zeigt eine Chanukkia die im Fenster steht, gegenüber eines großen Gebäudes an dem eine riesige Hakenkreuzfahne hängt. Das Foto wurde 1931 in Kiel geschossen. Die Mutter der Familie hat hinten auf das Foto folgendes geschrieben:

"Chanukah, 5692. ‘Judea dies’, thus says the banner. ‘Judea will live forever’, thus respond the lights."
Rachel Posner

Jedes Jahr kommen die Enkel dieser Familie nach Yad Vashem um ihren Leuchter abzuholen um ihn dann in ihr Fenster zu stellen. Gerade diese Berichte aus dem Holocaust bewegen mich doch sehr.