Pariser Pinholefotos

Paris

Nach unserem Umzug hätte ich nicht mehr damit gerechnet meine Holga WPC 120 wieder in meinen Händen zuhalten. Und wenn sie wieder aufgetaucht wäre, hätte ich bestimmt unseren Aufenthalt in Paris damit verpasst. Vor jedem Ausflug stellt man sich die essentielle Frage nach dem perfekten Kamera-Setup. Am liebsten beschränke ich mich auf eine Kamera und wenn es nicht anders geht wird noch eine zweite mitgenommen. Alles darüber ist soviel Balast für mich, körperlich aber auch durch duch den lähmenden fotografischen Druck zu versagen. Also nahm ich meine Leica Mini 2 mit und die besagte Holga WPC 120, eine Pinholekamera.

Gleich beim ersten Foto kam es zu einer Doppelbelichtung die im Endprodukt keinen Einfluss auf das Bild hatte. Ich hatte vergessen das ich auf dem 120er Film immer zwei Bilder weiterdrehen muss bei dieser Kamera. Da das zweite Bild eine Innenaufnhame des focaultschen Pendel im Pantheon war, war das Bild so unterbelichtet das es das andere nicht beeinträchtigt hat.

Paris

Paris

Diese beiden Bilder habe ich im Jardin du Luxembourg aufgenommen. Auf dem letzteren befindet sich unser liebster Baum in diesem wunderschönen Park.

Paris

Und nochmal die Seine mit ihnren anscheinend bewohnten Hausbooten.

Paris

Und nun eins der Kunstwerke die mich immer sehr bewegt haben. Der Denker von Rodin. Nun konnte ich das erste mal durch den Museumspark spazieren und musste gleich mein Stativ aufbauen um ein Foto zu machen.

Dokumentationsreihe: Die Abenteuer der modernen Kunst

Ein kleiner Dokumentationstipp am Rande. Die Abendteuer der modernen Kunst. Es geht um die Entstehungsgeschichte der modernen Kunst in Paris. Zusammengeschnitten aus restaurierten Aufnahmen und neuen Animations. Erzählt wie eine Geschichte. Gestern kamen die ersten beiden Episoden. Wirklich sehenswert.

Mit Archivmaterial und den Mitteln der Fiktion erzählt die Dokureihe die Geschichte der Künstler und Intellektuellen von den Anfängen der modernen Kunst in der Idylle des Montmartre bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. In dieser Folge: Anfang des 20. Jahrhunderts lassen sich junge Künstler im Bateau-Lavoir nieder, darunter Max Jacob, Pablo Picasso und Guillaume Apollinaire.

Die Folgen:

  1. Die Zeit der Boheme (1900-1906), Mittwoch, 16. Dezember, 21.50 Uhr
  2. Picasso und Co (1906-1916), Mittwoch, 16. Dezember, 22.40 Uhr
  3. Weltmetropole Paris (1916-1920), Donnerstag, 17. Dezember, 21.45 Uhr
  4. Die Strassenkünstler von Montparnasse (1920-1930), Donnerstag, 17. Dezember, 22.40 Uhr
  5. Libertad! (1930-1939), Freitag, 18. Dezember, 21.45 Uhr
  6. Mitternacht in Paris (1939-1945), Freitag, 18. Dezember, 22.40 Uhr

Paris.

a simple little lie. and i believed you. closing of your eyes. and fall asleep. i could leave tonight. you won't even notice. drive straight to the airport. a simple transaction. i lie awake you lie asleep. i dream of paris. the thought of a better day. just knocks me off my feet. maybe i'm crazy. but i know you're faking. just do me a favor. no explanation. desperate pleas for your hand. just a cold shoulder. that's all you offer me. it knocks me off my feet. paris on a good day. i might just fall in love. my life i'm over it. i wait for the better days. why do you want my sanity. i wait for the better days -- Cross My Heart - Paris

Dies war das Lied was ich auf Repeat gehört habe als ich 2003 einen kurzen Zwischenstopp auf dem Charles de Gaulle hatte. Paris war bis zu diesem Zeitpunkt nicht mehr für mich als das Euro Disney. Ohne die Stadt wirklich erlebt zu haben, konnte ich dieses Lied nicht abschalten. Vielleicht ist Paris zu diesem stilisieren Ort geworden in dem man sich am liebsten flüchtet. Ein kleiner Ort für die täglichen Tagträume, der eigentlich der kulturelle Mittelpunkt Europas ist. Dieser Ort der Berlin gerne wäre. Ein paar Jahre später war es der erste bewusste Paris-Besuch der mich verlieben ließ. Jedes einzelne, vermeitlich kitschige Detail tat mir gut. Als ich in der Ferne den Eiffelturm sah, sprang mein Herz. Sich selbst erschaffene romantische Gedanken. Diese Stadt tat etwas mit und in mir. In einer Woche sind wir kaum Metro gefahren. Zu groß war die Angst einen schönen Park oder ein besonders schönes Haus zu verpassen. Ich als Schwamm, der planlos duch die Straßen marodierte und alles aufsog was mir vor die Augen kam. Nie hatte ich gedacht das es mich so erwischen würde. Am ersten Tag besuchten wir den Friedhof von Montmartre. Mir wurde beim Anblick von Grab von Edgar Degas, Heinrich Heine und Francois Truffaut bewusst in welcher Geschichte ich hier wandele. Es verging Tag für Tag und Kilometer für Kilometer. Größer wurden meine Augen und Ohren. Kaum zu halten meine Begeisterung. Im Sonnenschein an der Seine sitzen, ein Buch lesen und ein kurzes Schläfchen um sich auszuruhen um noch mehr Kräfte für die Erkundungen zu sammeln. Ein tägliches Ziel war das Centre Pompidou. Erst ein paar Wochen vorher hat es mich in dem Film Kathedralen der Kultur begeistert. Ein Gebäudekomplex, beladen mit Kultur und einem der schönsten Ausblick über Paris, der einem fast den Atem raubt nachdem man unendlich scheinende Rolltreppen, die durch ein übergroßes Rohrpost ähnliches System führen, nach oben gelangt ist. Auch wenn ich hier in der Provinz gefangen bin, lese ich regelmäßig welche Ausstellungen im Centre Pompidou laufen, nur um mich träumen zu lassen. Ich konnte niemals das entgültige Gefühl des Tourist-seins ablegen und doch war es ein Ort der mein Zuhause sein könnte. Völlig unrealstisch und fern der Alltäglichkeit. Wenn mir alles zuviel wird, denke ich an den abendlichen Spaziergang zum Hotel, im Regen, die Straßen bunt von den Schildern der Cafes und Geschäften.

Paris

Der Terroranschlag von Paris ist nun ein paar Wochen her. Nur ein paar kurze Wochen. Wir waren gerade in München. Der Fakt das ich in einer mit völlig fremden Stadt befand, machten die Ereignisse noch surrealer. Wir haben bis halb Drei wach gelegen und Deutschlandfunk gehört, während wir unsere Hände hielten. Ich wusste nicht damit umzugehen. Am nächsten Tag wanderte ich, wie auf einem anderen Planeten, durch München. Paralisiert. Nicht bei mir selber. Ich könnte soviel über Angst schreiben oder meine Einschätzung wie es Europa verändern wird. Pustekuchen. Tief in mir ist einfach diese Liebe zu dieser besonderen Stadt und ihren Menschen. Danke Morrissey für diesen Quote...

I'm throwing my arms around Paris. -- Morrissey

Mit einem Adler über Paris fliegen

Und das alles durch eine GoPro-Kamera. Jeden Tag wächst mein Fernweh nach Paris. Und dann auf einmal wird ein Video hochgeladen in dem ein Adler über diese wunderbare Stadt fliegt. Und zwar genau über die Stelle in der wir stundenlang im Gras lagen... ach ja...

(via)

Paris durch einen Pentax 67 Sucher

Ich liebe Fotografie, ich liebe Lichtschachtsucher, ich liebe Paris. Und vor allem liebe ich Paris durch einen Lichtschachtsucher. Wir durften diesen Sommer eine Woche in Paris verbringen. Was soll ich sagen? Seit dem vergeht eigentlich kein Tag an dem ich nicht an diese Woche zurück denke. Ich glaube es ist Liebe. Ich habe versucht viel zu fotografieren. Paris durch Fotos. Nun haben Mathieu Maury und Antoine Pai dieses Video erstellt in dem sie eine Videokamera über den Sucher einer Pentax 67 geknuppert haben. Pure Liebe!

(via)