Friedrichs dümmerer Bruder: Schlandnet

cc-by-sa Stefan Funke

Was lernen wir aus der NSA-Affäre? Richtig: Routet deutsche/arische Pakete nur nach Blut und Boden. Zu diesem Lösungsvorschlag versammelt sich das komplett technik-feindliche Gesindel was dieses Land zu bieten hat. Ganz vorne dabei: die Telekom. Die Firma die sich den Konventionen im Internetz komplett entzieht. Sie stellt sich gegen das Peering an großen Knotenpunkten im Internetz. Zum Beispiel dem DE-CIX. An Ports dieser Switche tauschen viele Provider ihre Pakete, ohne große Umwege. Anders macht das die Telekom. Die sträubt sich dagegen und verlangt von Providern eine direkte Leitung an ihre Knoten. Und aus diesem Grund müssen die Pakete oft große Umwege über das "Ausland" machen um in das Netz der Telekom zu gelangen. Jetzt verkaufen sie ihre komischen Praktiken als die Rettung des Abendlandes. Und wer sieht das als die große Evolution der Internetsicherheit? Es kann ja nur einen geben: Hape Friedrich. Für mich ist das Internet die große Überwindung von geografischen Grenzen. Ein kleiner Anfang der Star-Trek-Utopie. Also macht es Sinn wieder in den Grenzen von 1945 zu routen... Nicht. Ich war immer davon ausgegangen das die Internetkultur irgendwann ihren Rückkanal in die Gesellschaft und Politik findet. Gerade zerstörrt sich diese Vorstellung selber. Es sind die gleichen Politiker die nur ein Spielzeug mehr in der Hand haben von dem sie keine Ahnung haben.

Bitte macht ein richtiges Schlandnet. Packt da BILD.de, die Union und meine ganzes erzwungenes neo-konservatives Umfeld rein und macht den Deckel zu. Das wäre der einzige Grund dieses Projekt zu unterstützen.

Die Telekom und das Internetz

Symbolbild: Kaputtes Faxgerät auf Strasse

Oder ich den gestrigen Tag nenne: "Willkommen im Fax-Zeitalter". Die gestrige Ankündigung der Telekom ein Datenvolumen für DSL-Anschlüße einzuführen, fühlt sich an als ob man sich mitten in den 90er Jahren befindet. Während das Internet immer mehr Platz einnimmt und selbst meine Großeltern einen dicken Bandbreiten-Anschluss besitzen, das Internetz das ständig verbunden ist, fragt man sich ob die Zeiten wieder kommen in denen man explizit sich in das Datennetz einwählen muss. Diese Vortschrittsbremsen der Telekom rufen irgendwas zwischen Wut und Fassungslosigkeit in mir auf. Dachte man nicht das wir und das Internet immer mehr verschmelzen? Das Netzwerk förmlich atmen? Pustekuchen. Seit Jahren sträubt man sich ja sogar davor vernünftiges Internet in die Dörfer zu legen. Selbst ich sage das es nicht in Frage kommt irgendwo hinzuziehen wo ich bandbreitentechnsich keine Katzenvideos auf Youtube mehr sehen kann. Schön sind ja auch die Kabeldeutschland Kunden. "Wahnsinn wie schnell...unfassbar". Ja liebe Freunde. Aber auch nur der Traffic den Kabeldeutschland für gut befindet. Eine Seuche vor dem Herrn. Das Thema Netzneutralität will ich hier gar nicht ansprechen. Aber ihr Pfeifen macht das Internet kaputt! Technisch einfach kaputt. Deutschland, Technologie-Land my ass. Danke für nichts. Ich rate seit über 10 Jahren eh jeden einen weiten Bogen um die Telekom zumachen und nun steigt die Angst das andere Provider nachziehen. Als ob die Telekom noch eine weiteren Grund bräuchte sie wie die Pest zu meiden. Wann kommt eigentlich XS4ALL nach Deutschland? Wäre mal eine Ansage.

https://twitter.com/Danny243/status/315145778819657730

Malte Spitz: Your phone company is watching

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"Wir haben eh nichts zu verbergen". Ein Satz den man in der näheren Peergroup doch öfters hört. Wie oft hat man versucht dagegen zu argumentieren? Die Politik versucht uns ja uns zu erzählen das man mit der Vorratsdatenspeicherung ja so ziemlich die Welt vor allem Unglück bewahren könnte. Aber was bedeutet das praktisch wenn die Provider unsere Daten speichern? Malte Spitz hat seine Mobilfunkdaten von der Telekom frei geklagt und aufgearbeitet. Daraus ist ein sehr interessanter TED-Talk entstanden. Die Standing-Ovations am Ende sind wirklich berechtigt...

(via)