Reparaturcafes und Konsumkritik

608148

Seit über einem Jahr versuche ich mich dem Konsum ein wenig einzuschränken. Ich bin da jetzt nicht wirklich Hardline und ziehe es mit allen Produkten meines Alltages durch. Das ganze geht mit einem Umdenken einher. Uns wird weisgemacht das wir durch Konsum irgendetwas an dieser Welt verändern könnten. Wenn ich zum Beispiel bestimmt Produkte nicht konsumiere und stattdessen wiederum andere kaufe. Ich war jahrelang ein sehr guter Kunde in Bioläden und habe einen großen Teil meines Gehaltes für Bio-Nahrung ausgegeben. Bis heute bereue ich es nicht. Bioläden sind für mich mittlerweile zum Inbegriff dieser Porsche Cayenne Yuppie Grünenwähler geworden. Und ich glaube das sich viele Bioläden sich gut darauf eingestellt haben. Es wird kaum reflektiert. Alle haben sich lieb. Ich frage mich bis heute wie in dem Bio-Kauf-Trend die Preise eher ansteigen als das sie sinken. Schade! Konsum wäscht unser Gewissen grün. Ich habe für meinen Teil meinen persönlichen Konsum versucht zu hinterfragen. Wir, als kleine Familie, können uns keinen regelmäßigen Bioeinkauf leisten. So gut wir es wollen. Ich habe als erstes meinen Kleiderschrank durchschaut und mir eine Einkaufssperre für die nächste Zeit auferlegt. Ich habe viel Anziehsachen gekauft. Damit ist Schluss! Auftragen ist angesagt. Das gleiche gilt auch für viele technische Artikel in unserem Haushalt. Reparieren solange es geht. Unsere Möbel sind fast zu 100% Secondhand und das aus Überzeugung.

Und bei dem Thema "Reparieren" greift auch das Video wieso ich hier überhaupt diesen Text schreibe. Es schwappen sogenannte Reperaturcafes aus den Niederlande nach Deutschland. Orte an denen sich Menschen treffen um sich gegenseitig bei der Reparatur von Dingen zu helfen. Ich kenne sowas meist von freien Fahrradwerkstätten...diese "Reparaturcafes" sind auf nichts beschränkt. Eine großartige Einrichtung...wir wollen mehr davon...!!!